21.03.2026 Ein Brand in einem Krankenhaus ist wohl so ziemlich das schlimmste Szenario, auf welche Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst treffen könnten.
Um genau hierfür gewappnet zu sein, fand am Samstag eine Einsatzübung im Helios Bördeklinikum statt. Um kurz vor 09.00 Uhr löste die automatische Brandmeldeanlage aufgrund einer Rauchentwicklung in zwei Patientenzimmern aus und alarmierte somit die Feuerwehren Neindorf, Beckendorf, Hornhausen und Oschersleben.
Als die ersten Einsatzkräfte am Krankenhaus eintrafen, waren die Mitarbeiter und Pflegekräfte des Krankenhauses bereits dabei, die Patienten der betroffenen Station zu evakuieren. Aufgrund der simulierten Rauchentwicklung war ein Betreten von zwei Patientenzimmer nicht mehr möglich. Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen zur Menschenrettung vor. Die Drehleiter der Oscherslebener Wehr ging währenddessen in Anlegebereitschaft und sicherte somit den 2.Rettungsweg. Drei Einsatzabschnitte wurden gebildet. Zum einen die Evakuierung und Rettung der Patienten, der 2. Abschnitt kümmerte sich um die Löschwasserversorgung und der 3. Einsatzabschnitt war der Bereich Rettungsdienst zur Sichtung und Versorgung. Insgesamt wurden bei der Übung sieben Personen gerettet.
Einsatzleiter Martin Kunert von der Ortsfeuerwehr Ampfurth, bekam Hilfe von der Führungsunterstützung, welche den Einsatz aus dem Einsatzleitwagen heraus koordinierte. Insgesamt waren 54 Einsatzkräfte vor Ort. Stadtwehrleiter Carsten Loof und Bürgermeister Benjamin Kanngießer zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf der Einsatzübung und bedanken sich an dieser Stelle recht herzlich bei dem gesamten Team der Helios Bördeklinik für die Möglichkeit solche Szenarien zu üben. Eine genaue Auswertung der Übung wird in den nächsten Tagen erfolgen.
Im Anschluss wurde den Einsatzkräften das „Hamburger Rettungstuch“ in einer kleinen Vorführung präsentiert. Bei dem Rettungstuch handelt es sich um ein Rettungsmittel um bettlägerige Personen aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Das Rettungstuch liegt unter der Matratze. Die Person wird dann komplett mit Bettzeug aus dem Bett gezogen. Hierfür ist in den meisten Fällen nur eine Person nötig.